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Impuls zum 23. August 2026

Zum 21. Sonntag im Jahreskreis

Von Gordon Matthews, Friedensarbeiter, pax christi Paderborn

Jesus, geh mitten unter uns

Lied: Jesus walk among us 
Jesus, walk among us
at the meeting of our lives.
Be the sweet agreement
in the meeting of our eyes.
Oh, Jesus, we love you,
so we gather here.
Join our hearts in unity
and take away our fear.
So to you we’re gathering
out of each and every land,
you the link between us
at the joining of our hands.
Oh, Jesus, we love you,
so we gather here.
Join our hearts in unity
and take away our fear.

Jesus, geh mitten unter uns,
wenn wir einander begegnen.
Sei die Verständigung zwischen uns,
wenn unsere Blicke sich treffen.
Ach, Jesus, wir lieben Dich.
Darum kommen wir hier zusammen.
Vereine du unsere Herzen
und vertreibe unsere Angst.
So kommen wir bei Dir zusammen
aus jedem Land der Welt.
Wir sind durch dich verbunden,
wenn jede die Hand des anderen hält.
Ach, Jesus, wir lieben Dich.
Darum kommen wir hier zusammen.
Vereine du unsere Herzen
und vertreibe unsere Angst.
 
Text und Melodie: Graham Kendrick; Übersetzung ins Deutsche: Gordon Matthews

Wir kommen zusammen
im Namen des Vaters, 
der Himmel und Erde gemacht hat und noch macht, 
im Namen seines Sohnes, 
der sein Leben gegeben hat und uns aus dem Kreislauf der Gewalt befreit,
im Namen der Heiligen Geistkraft, die uns leitet und begleitet.

Erste Lesung: Jesaja 22,19-23
So spricht der Herr zu Schebna, dem Palastvorsteher: Ich werde dich von deinem Posten stoßen und dich aus deiner Stellung reißen.
An jenem Tag werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas, berufen. Ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und ihm deine Schärpe fest umbinden. Deine Herrschaft gebe ich in seine Hand und er wird zum Vater für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda. Ich werde ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter legen. Er wird öffnen und niemand ist da, der schließt; er wird schließen und niemand ist da, der öffnet. Ich werde ihn als Pflock an einer festen Stelle einschlagen und er wird zum Thron der Ehre für sein Vaterhaus.

Lied
Ausgang und Eingang,
Anfang und Ende
liegen bei dir, Herr,
füll du uns die Hände!

Zweite Lesung: Römerbrief 11,33-36
O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!
Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste?
Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Lied: Lobet den Herren, alle die ihn ehren, Gotteslob 81

Evangelium: Matthäus 16,13-20
In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes der Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.
Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Lied: Man sagt, er war ein Gammler
Man sagt, er war ein Gammler. Er zog durch das ganze Land,
raue Männer im Gefolge, die er auf der Straße fand.
Niemand wusste, wo er herkam, was er wollte, was er tat.
Doch man sagte: Wer so redet ist gefährlich für den Staat.
Man sagt, er war ein Dichter. Seine Worte hatten Stil.
Wer Ihn hörte, schwieg betroffen, und ein Sturm war plötzlich still.
Seine Bilder und Vergleiche waren schwierig zu versteh'n.
Doch die Leute saßen stundenlang, ihn zu hören und zu seh'n.
Man sagt, er war ein Zauberer. An Wundern fehlt es nicht.
Er ging zu Fuß auf einem See und gab den Blinden Augenlicht.
Machte Wein aus klarem Wasser, kannte Tricks mit Fisch und Brot.
Und er sprach von einer Neugeburt, weckte Menschen auf vom Tod.
Man sagt, er war Politiker, der rief: “Ich mach euch frei!“
Und die Masse wollte gern, dass er ihr neuer König sei.
Er sprach laut von Korruption und wies auf Unrecht offen hin.
Doch man hasste seinen Einfluss, und so kreuzigten sie ihn.
Er ist der Sohn des Höchsten, doch Er kam, um Mensch zu sein,
offenbarte Gottes Art, um uns aus Sünde zu befrei'n.
So hab ich Ihn erfahren, ich begann Ihn so zu seh'n.
Und ich meine, es wird Zeit - wir sollten Ihm entgegengeh'n.

Text: Andreas Malessa; Melodie: Larry Norman

Manche meinen …
Manche meinen, Jesus sei ein Gammler gewesen, der durch Galiläa und umliegende Territorien umherirrte. Er selbst meinte: „Füchse haben ihren Bau, und Vögel haben ihre Nester, aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich hinlegen kann.” Man hat schon den Eindruck, er sei obdachlos gewesen. 

Manche meinen, er sei ein Dichter gewesen – ein Rapper, vielleicht. Viele waren offensichtlich von seiner Botschaft ganz begeistert.

Manche meinen, er sei ein Zauberer gewesen. Es hieß, er habe Wasser in Wein verwandelt, als der Wein bei einer Hochzeitsfeier ausging. Er war imstande, Menschen von unterschiedlichen Krankheiten zu heilen und Blinde sehend zu machen. Er hat Menschen zum Aufstehen gebracht, die vermeintlich schon tot waren.

Manche meinen, er habe sich wie ein Politiker verhalten. Er hat Unrecht angeprangert und die Massen zum gewaltfreien Widerstand ermutigt. Er hat die Botschaften der alten Propheten wiederholt: „Nicht durch Heer oder Kraft“, sagt der Herr Gott Zebaoth, „sondern durch meinen Geist.“ Wenn ihr Frieden wollt, übt Gerechtigkeit. Er wurde sogar als „Friedensfürst“ bezeichnet. Er verbot es seinen Jüngern, ihn mit Gewalt zu verteidigen. „Wer das Schwert nimmt, wird durchs Schwert umkommen!“, sagte er. Er forderte die Menschen auf, ihre Feinde zu lieben. Durch seine Verweigerung, Gewalt auszuüben, und durch seinen Tod am Kreuz durchbrach er den Teufelskreis der Gewalt.

Petrus meinte, er sei der Sohn Gottes.

Und was meinen wir? War er nur ein großer Lehrer, der die Nächstenliebe predigte? Oder war er vielleicht alles: Obdachloser, Dichter, Wundertäter, heilender Arzt, Revolutionär, „Friedensfürst“? Und sogar Sohn Gottes, was immer das heißt?

Können wir, die wir versuchen, Jesus nachzufolgen, ihn als Messias, als den Christus erkennen? Kennen wir ihn als den Christus, der in uns weiterlebt? Sehen wir ihn in den geringsten unserer Schwestern und Brüder? In den Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertrinken? In den kranken Menschen am Checkpoint, deren Weg ins Krankenhaus gesperrt wird? In den Opfern des Krieges in der Ukraine? Oder in den Sudan?

Es ist wohl an der Zeit, dass wir Jesus entgegengehen; mit den Ärmsten teilen und ihnen auf Augenhöhe begegnen; unsere Feinde lieben; Krieg, Gewalt, das Militär, den Kriegsdienst absagen; Gerechtigkeit üben und dem Frieden dienen.

Dann werden wir vielleicht eines Tages als Gottes Kinder bezeichnet werden.

Lied: Dein Friede breitet sich nun über den Abend
Dein Friede breitet sich nun über den Abend.
Du bringst das Wirken des Tages zur Ruh
und in der Stille redest du, nur du.
Dein Licht erleuchte uns, wenn alles Licht schwindet.
Dein Licht, das hell wie die Sonne erstrahlt
und das im Dunkeln uns dein Bildnis malt.
Und Liebe hüllt uns ein mit all unsern Fehlern
und birgt uns sicher vor Sorgen und Angst.
Dank, Herr, dass du von uns nicht weichst, noch wankst.
Deine Barmherzigkeit, sie hat noch kein Ende,
sondern sie ist morgen früh wieder neu.
So ruh ich froh in Deiner großen Treu.

Text: Arno Pötzsch;  Melodie: Rolf Schweizer