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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Politisches Mittagsgebet

03. Sep 2020

Erinnerung an die Schlacht von Sedan am 1. und 2.September 1870 im Deutsch-Französischen Krieg.

Rund 25 Menschen nahmen am gestrigen Mittagsgebet von pax christi vor der Überwasserkirche in Münster teil. Die Diözesanvorsitzenden Maria Buchwitz und Stefan Leibold sowie der Geistliche Beirat Pfarrer Detlef Ziegler gestalteten das Mittagsgebet anlässlich der Erinnerung an die Schlacht von Sedan am 1. und 2.September 1870 im Deutsch-Französischen Krieg.

Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen und dem Norddeutschen Bund den Krieg. Dieser Krieg war von dem preußischen Ministerpräsidenten Bismarck bewusst herbeigeführt worden, um auf diesem Wege die deutsche Einigung zu vollenden, was dann auch im Januar 1871 tatsächlich der Fall war.

Der Krieg war mit der Schlacht von Sedan am 2.9.1870, also heute vor genau 150 Jahren, mit dem Sieg der deutschen Truppen faktisch entschieden. Mit diesem Krieg wurde nicht nur eine lange Kette von Konfrontationen und Ressentiments zwischen Franzosen und Deutschen fortgesetzt, sondern mit Sedan begann endgültig das unselige Gerede von der Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Bis 1918 war der Jahrestag von Sedan in Deutschland so etwas wie ein nationaler Feiertag.  Aus der Konfrontation der beiden Länder erwuchsen die ungleich größeren Katastrophen des 20. Jahrhunderts, der Erste und Zweite Weltkrieg.

Mit diesem politischen Mittagsgebet wollen wir dieser Ereignisse gedenken, an die Feindschaft zwischen Frankreich und Deutschland erinnern, vor allem aber an die radikale Kehrtwende nach dem 2.Weltkrieg anknüpfen, die deutsch – französische Aussöhnung, aus der eine bis heute sehr belastbare Freundschaft entstanden ist

Aus einer alten Feindschaft entstanden das europäische Friedenprojekt, die EU und ihre Vorläufermodelle. Auf diesem Fundament stehen wir bis heute. Und dieses Friedensprojekt ist zugleich aktuell bedroht durch neue Formen des Nationalismus und der Abschottung, der Aufrüstung und neuen Militarisierung.

Versöhnung ist eben kein Selbstläufer. Sie muss ständig erneuert und fortgeschrieben werden. Als Christ:innen sehen wir uns hier besonders in der Pflicht.

 

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