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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

pc-Korrespondenz

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift "pax christi-Korrespondenz". Die "pc-Korrespondenz" erscheint dreimal im Jahr.

Die aktuelle Ausgabe 02/2019 trägt den Titel "Brasilien im Umbruch! Kirche im Umbruch?".

Sie finden diese Ausgabe als Download rechts in der Box.

Lesen Sie hier das Vorwort:

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

Brasilien als Thema von pax christi in Münster? Ja und zwar aus mehreren Gründen: Viele pax christi-Mitglieder sind auch in etlichen Brasilien-Partnerschaftsgruppen engagiert. Sie machen sich Sorgen um ihre Partner dort unter der Regierung von Jair Messias Bolsonaro, der den vielen NGOs, die sich für die Armgemachten einsetzen, die Unterstützung entzieht.

Bolsonaro fährt die Sozialleistungen zurück und will den Amazonasurwald immer mehr der wirtschaftlichen Ausnutzung preisgeben: Bodenschätze, kostbare Hölzer, Weideflächen für das Vieh, Soja-Anbau. Da sind wir schon mitten drin. Nur ein Beispiel: Erweiterter Soja-Anbau, Export nach Europa, Nahrung für die Massentierhaltung, Missachtung von Tierrechten, zu viel Gülle auf den Feldern, zu viel Nitrat in unserem Grundwasser, mögliche Strafzahlungen der EU. Dazu der ökologische Schaden: Der Amazonasurwald ist die Lunge der Welt, die unsere Luftverschmutzung reinigen hilft.

Außerdem: Auf die indigenen Völker, die seit Jahrhunderten längst vor der Eroberung Lateinamerikas dort leben und den Wald schonend nutzen, nimmt Bolsonaro keine Rücksicht: „keinen Quadratzentimeter für die Indigenen“.

Dazu aus deutscher Sicht der Artikel von Anne Birgit Arps und aus brasilianischer Sicht der Aufsatz von Naidison Batista, der selber vielfach in den Kämpfen für die Marginalisierten engagiert ist.

Wie verhält die Kirche sich? Dazu aus der Sicht der deutschen Partner die Analyse von Michael Ramminger. Paulo Süß aus Sao Paulo schreibt zu den Erwartungen an die Amazonassynode, die im Oktober stattfindet und an deren Vorbereitung er mitgewirkt hat. Dabei geht es um eine ökologische Theologie, die den Lebensraum der Menschen mit einbezieht, der nicht Umwelt sondern Mitwelt bedeutet: Rettung des Lebensraumes für die indigenen Völker. Das deutet auf den Konfliktraum hin: Kirche/Theologie/Menschenwürde/Politik. Gibt es eine regional bestimmte Theologie, die die Erfahrungen der Menschen vor Ort ernst nimmt? Gilt das dann auch für Europa?

Die Amazonassynode wird auch auf die pastorale Situation dort eingehen: Viele kleine Dörfer weit verstreut, wenig Priester, doch oft Basisgemeinden, viele von Frauen geleitet, aber ohne Eucharistie. Gibt es eine neue regionale Ämterstruktur? Eucharistievollmacht für verheiratete Männer und Frauen? Was bedeutet das für andere Regionen der Kirche mit ihrer jeweiligen Mängelstruktur? Zum Beispiel für uns als Alternative zu den Fusionen der Gemeinden?

Spannende Fragen, in die wir einbezogen sind als Friedens- und Menschenrechtsbewegung und als Teil dieser Kirche.

Dazu kommen wie immer Termine und Berichte.

Wir wünschen eine intensive Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen!

 Daniel Hügel, Ferdinand Kerstiens, Stefan Leibold, Eberhard Ockel

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Die nächste Ausgabe der pc Korrespondenz "03/2019" erscheint voraussichtlich Ende Dezember 2019.

Weitere Ausgaben unserer pc-Korrespondenz finden Sie in unserem "Archiv".
 

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